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Haus & Grund News:

Energieeinsparung durch monatliche Verbrauchinformationen?

Haus & Grund teilt die Skepsis des Mieterbundes

„Die Potenziale monatlicher Informationen für Mieter über ihren Energieverbrauch werden überschätzt.“ So kommentiert Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke die heute vorgestellten Ergebnisse eines Modellprojekts der Deutschen Energie-Agentur, des Energiedienstleisters ista sowie des Deutschen Mieterbundes und des Bundesbauministeriums. Er teilt damit die skeptische Haltung des Mieterbundes zu den Einsparmöglichkeiten.

„Dass die minimalen Einsparungen der Projektteilnehmer unter Berücksichtigung aller Kosten langfristig in der Praxis überhaupt erzielt werden können, ist mehr als zweifelhaft. In der Regel müssen Verbraucher wohl mit Mehrbelastungen rechnen“, unterstrich Warnecke.

Eine Absage erteilte der Verbandschef Überlegungen, unterjährige Verbrauchsinformationen für Mieter per Gesetz oder Verordnung vorzuschreiben. Die Kosten für die technische Nachrüstung lägen momentan im Verhältnis zu den möglichen Einsparungen zu hoch. „Wir müssen alles tun, um die Kosten für Mieter und Vermieter zu senken, statt sie immer weiter zu erhöhen“, forderte Warnecke.

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Wohnungspolitik gemeinsam gestalten

Haus & Grund und Mieterbund als Partner vor Ort

„Wir sind gemeinsam die größte Schlichtungsstelle bei Mietstreitigkeiten in Bonn.“ So fassten gestern der Hauptgeschäftsführer von Haus & Grund Bonn, Helmut Hergarten, sowie der Vorsitzende des Mieterbundes Bonn/Rhein-Sieg/Ahr, Bernhard von Grünberg, ihre gemeinsame Arbeit zusammen. Auf einer Rundfahrt gestern durch Bonn wurden anhand konkreter Beispiele einzelne Probleme des Wohnungsmarktes und des Mietrechts diskutiert.

Die Rundreise wurde von Haus & Grund-Präsident, Kai Warnecke, vom Bonner SPD-Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesjustizministerium, Ulrich Kelber, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Mietervereins, Peter Kox, sowie Heike Keilhofer, Mitglied des Landesvorstandes DMB NRW, begleitet.

Auch wohnungspolitisch vertreten beide Verbände oft gemeinsame Positionen. Dies unterscheidet sie von den Problemen, die Mieter mit großen Wohnungsbaugesellschaften haben. Für die Mieter gebe es eine einfache Gesprächsmöglichkeit mit Haus & Grund und ihrem Vermieter. Bei großen Wohnungsunternehmen sei dies in der Regel schwieriger, da sie häufig auch stark renditeorientierte Ziele vertreten. So die Einschätzung des Mieterbundes.

Peter Kox:
„Wir vom Mieterbund sind froh, wenn auf der Gegenseite der Gesprächspartner Haus & Grund ist. Hier können wir in der Regel Konflikte lösen.“

Kai Warnecke:
„Haus & Grund und der Mieterbund sind sich näher als die Politik, die Medien und teilweise auch wir selbst glauben. Im Sinne einer guten und für Mieter wie für Vermieter gerechten Wohnungspolitik sollten wir uns häufiger auf diese Gemeinsamkeiten besinnen.“

Rundfahrt durch Bonner Siedlungen:
Bei der Rundfahrt wurde zunächst die Reutersiedlung besichtigt. Dort wurden die Probleme bei der Modernisierung erörtert. Gemeinsam war man der Auffassung, dass auch auf Bundesebene die rechtliche Gestaltung der Modernisierung verbessert werden müsse. Dies wäre im Sinne der Mieter, aber auch der privaten Vermieter, die nicht über große technische und rechtliche Instrumente verfügen.

Am Beispiel des Großprojektes an der Reuterbrücke konnte man gemeinsam erfreut zur Kenntnis nehmen, dass inzwischen in Bonn sehr viel mehr gebaut wird, was wegen der stark steigenden Bevölkerungsentwicklung auch dringend notwendig ist.

Als weiteres positives Beispiel wurde der Auerberg besucht. Besonderes Interesse fand das mit dem Clemens-August Preis von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg ausgezeichnete Neubauprojekt. Auch hier gilt: Die Mieten müssen so gestaltet werden, dass eine dauerhafte Vermietung auch für breite Schichten der Bevölkerung das Ziel ist.

Im Tannenbusch wurde das Problem der großen Vermietungsgesellschaften erörtert. Hier war man sich einig, dass eine Grunderwerbsteuerreform notwendig sei, um die Befreiungstatbestände bei großen „Wohnungspaketverkäufen“ zu beseitigen. Dann könnte erreicht werden, dass die Grunderwerbsteuer für jeden Wohnungserwerb gilt und dadurch geringer ausfallen kann.

Vereinbart wurde auch, dass in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Haus & Grund und Mieterbund die Übernahme von Mietkosten bei Transferleistungsempfängern erörtert werden soll. Sowohl Mieter als auch Vermieter sind oft die Leidtragenden einer bürokratischen und schematischen Handhabe bei den JobCentern.

Abschließend wurde verabredet, dass auf örtlicher Ebene die beiden Verbände an einem Strang ziehen werden, zum Beispiel bei der gemeinsamen Überprüfung von kommunalen Gebühren und der Grundsteuer.

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Nur was tatsächlich verbraucht wird, kann eingespart werden

Haus & Grund: Vorrang für freiwillige individuelle Sanierungsfahrpläne

Als „verpasste Chance" bezeichnete Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke heute in Berlin den Entwurf des sogenannten Gebäudeenergiegesetzes. In diesem Gesetz sollen die bereits geltenden energetischen Anforderungen an Gebäude zusammengefasst werden. Danach will die Bundesregierung weiterhin am Energiebedarfsausweis für Wohngebäude festhalten. „Der Energieausweis auf Basis des theoretischen Energiebedarfs eines Gebäudes hat sich als irreführend und damit als nutzlos erwiesen. Der errechnete Bedarf entspricht nur selten dem gemessenen Verbrauch. Es gibt keine vernünftigen Gründe, hieran weiter festzuhalten“, kritisierte Warnecke. Das Gebäudeenergiegesetz soll in dieser Woche im Bundeskabinett behandelt werden.

„Geplant ist die Einführung von neuen Effizienzklassen. Außerdem sollen Vor-Ort-Begehungen oder alternativ die Übersendung von Fotos Pflicht werden. All diese Instrumente sind jedoch nicht geeignet, die Qualität der Energieausweise, ihre Aussagekraft und ihre Anreizwirkung für Investitionen in energetische Modernisierungen zu verbessern“, gab Warnecke zu bedenken. Er plädierte dafür, für bestehende Wohngebäude den Verbrauchsausweis als Standardausweis zu etablieren und den freiwilligen, individuellen Sanierungsfahrplan zu fördern. „Nur was tatsächlich verbraucht wird, kann durch energetische Modernisierungen eingespart werden“, betonte Warnecke.

Hintergrund: Wer ein Gebäude oder ein Gebäudeteil verkaufen, vermieten, verpachten oder verleasen will, muss dafür einen Energieausweis ausstellen lassen. Energieausweise werden als gesetzlicher Standard auf Basis eines errechneten Energiebedarfs gefertigt. Unter bestimmten Voraussetzungen können die tatsächlich verbrauchten Energiemengen herangezogen werden. Der Energieausweis soll Eigentümer und Mieter darüber informieren, wie viel Energie ein Gebäude benötigt. Zudem soll er den Eigentümern Hinweise für energetische Modernisierungen liefern. Nach den Ergebnissen eines von Haus & Grund durchgeführten Praxistests sind bei der Ermittlung des theoretischen Energiebedarfs Unterschiede von bis zu 50 Prozent möglich. Diese Differenzen sind auf komplexe Berechnungsalgorithmen, die unterschiedliche individuelle Einschätzung der energetischen Qualität eines Gebäudes bei der Bestandaufnahme durch den Energieberater, aber auch auf Fehler in der Berechnung der Gebäudenutzfläche zurückzuführen. Nach den Erfahrungen von Haus & Grund ist zudem der berechnete Energiebedarfskennwert bei bestehenden Gebäuden oft größer als der auf den Verbrauchsmessungen beruhende Energieverbrauchskennwert.

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Haus & Grund fordert: Grunderwerbsteuer senken!

Finanzierung ist für die Länder möglich

Der Hauseigentümerverband Haus & Grund Deutschland hat heute in Berlin gefordert, die Grunderwerbsteuer zu senken. Anlässlich der Vorstellung einer im Auftrag der FDP-Fraktionsvorsitzendenkonferenz erstellten Studie des IW Köln zur Reform der Grunderwerbsteuer sagte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke: „Wer gerade jungen Familien den Erwerb von Wohneigentum erleichtern will, kommt an niedrigeren Grunderwerbsteuersätzen nicht vorbei. Es macht wenig Sinn, den Familien das Geld über eine hohe Grunderwerbsteuer zu nehmen und es ihnen anschließend über andere Kanäle wieder zu geben.“

Der Verbandspräsident wies zudem darauf hin, dass die Länder eine Steuersenkung nicht mit Hinweis auf dann fehlende Einnahmen ablehnen können. „Es darf nicht sein, dass Unternehmen im Rahmen von Share Deals beim Immobilienerwerb gar keine Steuern zahlen und junge Familien, die ein Eigenheim kaufen möchten, dieses Steuerprivileg finanzieren müssen. Das ist weder sozial noch gerecht“, unterstrich Warnecke. Würde dieses Privileg fallen, könnte aus den dadurch entstehenden Mehreinnahmen der Steuersatz für alle gesenkt werden.

Hintergrund: Fast alle Länder drehen an der Grunderwerbsteuerschraube, seit sie 2006 die Möglichkeit dazu erhalten haben. Fünf Länder haben den Steuersatz seit 2006 von 3,5 auf 6,5 Prozent nahezu verdoppelt, zuletzt Thüringen im Januar 2017. Für den Eigenheimkauf benötigen die allermeisten, vor allem junge Familien, einen Kredit. Die Grunderwerbsteuer kann aber nicht von der Bank mitfinanziert werden. Folge: Grunderwerbsteuern muss der Käufer direkt aus seinem Eigenkapital zahlen. Das vermindert den Eigenkapitalanteil, den der Käufer bei der Finanzierung einbringen kann. Dadurch verteuert sich der Kredit, da für die Bank das Risiko steigt. Im Extremfall wird der Kredit aufgrund der neuen strengeren Kreditvorgaben unter Umständen gar nicht bewilligt. Auch insofern behindert die Grunderwerbsteuer die Wohneigentumsbildung massiv.

» Download: Studie des IW Köln

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Beim Bauen auf der sicheren Seite:

Kostenlose Bauvertragsmuster von Haus & Grund und ZDB aktualisiert

Der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) haben ihr gemeinsames Muster eines Bau- und Handwerkervertrags an jüngste Gesetzesänderungen angepasst. Neu aufgenommen wurde die seit Anfang Februar geltende Pflicht für Bau- und Handwerksunternehmen, bei Abschluss eines Vertrages den Verbraucher darüber zu informieren, ob er bereit oder nicht bereit ist, im Streitfall an einer Verbraucherschlichtung teilzunehmen. Die aktualisierten Vertragsmuster können ab sofort kostenlos als PDF-Datei unter www.hausundgrund.de heruntergeladen und direkt am Bildschirm ausgefüllt werden.

Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke erklärte dazu: „Mit diesen Verträgen stehen Anbietern und Nachfragern von Bauleistungen zwei ausgewogene und rechtssichere Verträge zur Verfügung. Die Verträge sorgen für ein hohes Maß an Sicherheit und gegenseitiges Vertrauen beim Bauen.“

Bei der Überarbeitung wurden die Vertragsmuster noch einmal anwenderfreundlicher gestaltet. Interessierten steht zum einen ein Bauvertrag für die Beauftragung von Handwerkerleistungen, wie beispielsweise Zimmererarbeiten, Fassadenarbeiten oder Fliesenarbeiten zur Verfügung. Zum anderen gibt es weiterhin auch einen Einfamilienhaus-Bauvertrag für die Beauftragung eines Bauunternehmers mit der Errichtung eines Einfamilienhauses auf dem Grundstück des Eigentümers. Zu beiden Verträgen gehören ausführliche Informationen, die wichtige Tipps zum richtigen Ausfüllen der Verträge geben.

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Stadtumbau – eine gesamtdeutsche Aufgabe

Haus & Grund fordert Stärkung kleiner und mittlerer Städte

„Die Zusammenführung der Städtebauförderungsprogramme Stadtumbau Ost und West ist sinnvoll und zeigt, dass hier eine gesamtdeutsche Aufgabe bewältigt werden muss.“ Das sagte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke heute bei einem Fachgespräch im Bauausschuss des Bundestages.

Aus der Sicht der privaten Immobilieneigentümer ist bei der zukünftigen Ausgestaltung des Programms darauf zu achten, dass es zielgerichteter als bisher die Attraktivität von kleinen und mittleren Städten steigert. Dies sei vor dem Hintergrund der verstärkten Zuwanderung nach Deutschland und der erhöhten Nachfrage nach Wohnraum in den Ballungsgebieten wichtig. Nur so könnten die aktuell begehrten Städte dauerhaft entlastet werden. Warnecke appellierte an die Kommunen, stärker zusammenzuarbeiten: „Die Suche nach Lösungen darf nicht an Verwaltungsgrenzen haltmachen“, forderte er.

Der neben der Sanierung und Sicherung von Altbauten geförderte Rückbau von Wohnraum sollte nach Auffassung von Haus & Grund fortgeführt werden. „Dabei muss jedoch der gesamte Wohnungsmarkt im Blick bleiben. Der Rückbau darf nicht nur die Situation einiger weniger Eigentümer verbessern“, gab Warnecke zu bedenken.

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Wohnen in Deutschland: Politischer Nachmittag von Haus & Grund Deutschland

Eigentümerverband diskutiert aktuelle Herausforderungen

Wohnen in Deutschland – unter diesem Motto stand der heutige Politische Nachmittag des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland. Präsident Kai Warnecke diskutierte vor über 200 geladenen Gästen im Atrium der Deutschen Bank in Berlin mit Dorothee Bär MdB (CSU), Christian Dürr MdL (FDP), Christian Kühn MdB (Bündnis 90/Die Grünen) und Ulli Nissen MdB (SPD). Sascha Hingst, Fernsehmoderator beim rbb, führte durch die Veranstaltung.

In der Diskussion ging es vor allem um die Entlastung der Wohnungsmärkte in den boomenden Großstädten. Dass die ländlichen Räume dabei eine entscheidende Rolle spielen, war auf dem Podium unbestritten. Kontrovers diskutiert wurde die Frage, wie diese Regionen attraktiver gestaltet werden können. Die Podiumsgäste erörterten zudem, wie die Energiewende im Gebäudebestand auf der einen und günstiges Wohnen auf der anderen Seite in Einklang gebracht werden können.

» Mehr zum Politischen Nachmittag

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Verwalten ist mehr, als Sie sehen

Was tut der Verwalter?

Der ehemalige Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau Dr. O. Schneider, hat das Berufsbild des Verwalters treffend formuliert:

Der Verwalter hat eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen. Er hat für bestimmte Angelegenheiten kraft Gesetzes die Stellung eines Vertreters der Eigentümer- gemeinschaft, er leitet die Wohnungseigentümerver- sammlung, er ist verantwortlich für die Durchführung der Beschlüsse der Wohnungseigentümer, für die Durchführung der Hausordnung und für die immer wichtiger gewordene ordnungsgemäße Instandhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums.

Die Vielfalt dieser Aufgaben erfordert Qualifikation und Erfahrung auf den verschiedenen Gebieten. Dies reicht von rechtlichen bis hin zu technischen Fragen. Zugleich erfordert diese Tätigkeit viel psychologisches Einfühlungsvermögen und Verhandlungsgeschick, um die Interessen der verschiedenen Wohnungseigentümer auf einen Nenner zu bringen.

Der Verwalter ist schließlich auch der Mittler im oft schwierigen Spannungsfeld zwischen Eigentümer und Mieter.